Kathedrale von Granada Santa María de la Encarnación de Granada

Im Zentrum von Granada befindet sich die imposante Kathedrale. Das Gotteshaus zählt zu den wichtigsten, im Renaissance-Stil errichteten, Bauten des Landes. Die mit Skulpturen verzierte Fassade der großen Kapelle mit dem Namen "Capilla Mayor" sowie die Kapellen an den Seiten gehören zu den eindrucksvollsten Elementen des Kirchengebäudes.

Kathedrale

Die Kathedrale von Granada trägt den offiziellen Titel Santa María de la Encarnación de Granada und gilt als architektonisches Meisterwerk der Renaissance. Sie befindet sich im Stadtzentrum Granadas und weist neben der Renaissance Merkmale weiterer Kunstepochen auf. Während die Fassade im gotischen Stil gehalten ist, tritt im Inneren der Kathedrale deutlicher der Renaissancestil in den Vordergrund. Aufgrund der weiß gestrichenen Wände wirkt der Innenraum sehr hell. Die Kathedrale besitzt eine imposante Kuppel und massive Säulen und beheimatet viele faszinierende Kunstwerke. Das Herzstück der Kathedrale bildet die große Kapelle, die Capilla Mayor.

Nach der Rückeroberung Granadas durch die Christen wurde die Kathedrale - wie viele Gotteshäuser in dieser Region - auf den Überresten einer Moschee erbaut. Die Bauarbeiten begannen im Jahre 1523, nach dem Tod von Königin Isabella, die den Bau der imposanten Kathedrale initiiert hatte. Sie erstreckten sich über 180 Jahre. So wurde sie erst 1704, lange nach dem Ableben von Königin Isabella, fertiggestellt.

Kathedrale von Granada

Unterschiedliche architektonische Pläne lagen dem Bau der Kathedrale zugrunde, die innerhalb der Bauphase auch wechselten. So wurde auf dem ursprünglich gotischen Grundriss schließlich die erste Kathedrale Spaniens im Renaissance-Stil errichtet.

Die Kathedrale ist täglich geöffnet. Montags bis samstags kann sie von 10:30 Uhr bis 18:30 Uhr besichtigt werden. Sonn- und feiertags hat sie von 14:30 Uhr bis 17:30 Uhr geöffnet. Für einen Besuch der Kathedrale sind 5€ zu entrichten. Der Eintritt beinhaltet einen Audioguide sowie einen Besuch des Kathedralenmuseums. Im Museum gibt es unter anderem zahlreiche Gemälde, Skulpturen und Wandteppiche zu bewundern.

Königskapelle

Unmittelbar neben der Kathedrale steht die Königskapelle „Capilla Real“. Sie wurde im Auftrag von Königin Isabella erbaut und beherbergt die Grabmäler der katholischen Könige. Hier ruhen unter anderem Philipp der Schöne aus dem Hause Habsburg, Johanna von Kastilien sowie Ferdinand II. und Isabella von Kastilien. Obwohl Königin Isabella den Architekten bereits 1504 zum Bau von Capilla Real beauftragte, wurde sie erst im Jahre 1517 nach dem Tod der Königin und ihres Gatten König Ferdinand II. vollendet und die sterblichen Überreste der Herrscher hierher verlegt.

Auch die Grabkapelle weist Merkmale verschiedener Kunstepochen auf und vereint die Gotik, Renaissance und den Barock miteinander. Zur Kapelle gehört außerdem ein Sakristeimuseum. Hier sind unter anderem private Gegenstände der Könige, wie zum Beispiel das Schwert von Ferdinand II., ausgestellt. Auch die Kunstsammlung der Königin Isabella wird an diesem Ort aufbewahrt.

Kathedrale mit angrenzender Capilla Real fraboof | CC BY-SA 2.0)

Nicht weit von der Kathedrale und vom Capilla Real entfernt steht das Börsengebäude. Es wurde im 16. Jahrhundert erbaut und weist eine Fassade im plateresken Architekturstil der spanischen Renaissance auf.

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© Bild euphro | CC BY-SA 2.0
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