Neapel Geburtsstadt der Pizza

Italien
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Das ist Neapel

Neapel ist die drittgrößte Stadt Italiens und die Hauptstadt der Region Kampanien. Die Stadt liegt malerisch eingebettet zwischen dem Golf von Neapel und dem immer noch aktiven Vulkan Vesuv. Neapel ist im Sommer wie auch im Winter ein beliebtes Reiseziel. Die Hafenstadt bietet ihren Besuchern eine sehr sehenswerte Altstadt, die sich zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen darf. In der Stadt und der Umgebung herrscht während des gesamten Jahres ein mediterranes Klima. Zudem ist die Stadt für ihre hervorragende Küche bekannt.

Sehenswürdigkeiten in Neapel

Neapel besteht aus einer Ober- und einer Unterstadt. In der Unterstadt befinden sich der Stadtkern sowie die historische Altstadt, die auch als Centro Storico bezeichnet wird. Die bekanntesten Stadtteile der Oberstadt sind Vomero und Posillipo. Auf dem Hügel Vomero liegen mit dem Castel Sant’Elmo und der Klosteranlage Certosa di San Martino zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Posillipo wird vielfach als schönster und exklusivster Stadtteil bezeichnet. In dem auf einem Hügel gelegenen Stadtteil stehen viele prachtvolle Villen.

Blick auf Neapel

Altstadt & Kirchen

Die Altstadt von Neapel gehört seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Charakteristisch für das Centro Storico sind die vielen kleineren und größeren Kirchen.

Die wichtigste dieser Kirchen ist die Kathedrale von Neapel. Die Kirche trägt offiziell den Namen Cattedrale di Santa Maria Assunta. In ihr werden die Reliquien von San Gennaro, dem Patron von Napoli, aufbewahrt. Aus diesem Grund ist die Kathedrale auch als Duomo di San Gennaro bekannt. Der Duomo di San Gennaro ist das religiöse Herz der Hafenstadt. Bekannt ist die Kathedrale vor allem für das Blutwunder. Im Dom wird das eingetrocknete Blut von San Gennaro in zwei Ampullen aufbewahrt. Drei Mal im Jahr werden die beiden Ampullen in die Reliquienkapelle des Doms gebracht. In einem Gottesdienst wird dann darauf gewartet, dass sich das Blut von San Gennaro verflüssigt. Die Tage des Blutwunders sind für die Bevölkerung feierliche Anlässe und werden dementsprechend begangen. Das Blut des San Gennaro soll sich an drei Tagen im Jahr verflüssigen. Der erste Termin im Jahr ist der Samstag im Mai. Zudem findet das Blutwunder am 19. September sowie am 16. Dezember statt. Bleibt das Blutwunder aus, so gilt dies den Neapolitanern als sehr schlechtes Omen.

Kathedrale Neapel

Die Festungen

Das Stadtbild wird von den drei Festungen Castel Nuovo, Castel Sant’Elmo sowie Castel dell’Ovo geprägt.

Castel Nuovo

Das Castel Nuovo liegt direkt am Hafen der Stadt. Die Festung stammt aus dem 13. Jahrhundert. Über viele Jahre diente die Festung den fremden Herrschern Neapels, beispielsweise den Franzosen oder den Spaniern, als Stadtburg. Später trat im Sala dei Barone der Festung der Stadtrat zusammen. Heute beherbergt das Castel Nuovo in seinem Westflügel mit dem Museo Civico ein Museum zur Stadtgeschichte.

Castell Nuovo

Castel Sant’Elmo

Das Castel Sant’Elmo befindet sich etwas außerhalb der Innenstadt. Die Festung ist im 14. Jahrhundert auf dem westlich des Zentrums gelegenen Hügel Vomero errichtet worden. Das Castel Sant’Elmo ist an sechs Tagen in der Woche zwischen 8 Uhr und 19 Uhr für Besucher geöffnet. Nur an Dienstag kann die Festung von Touristen nicht besucht und besichtigt werden. Der Eintritt in das Castel Sant’Elmo ist kostenpflichtig. Erwachsene Besucher zahlen 5 Euro, für Kinder werden 2,50 Euro für den Eintritt in die Festung fällig. Die Festung Castel Sant’Elmo auf dem Vomero bietet einen einzigartigen Ausblick über die Stadt und den Golf.

Castell Sant Elmo

Kloster Certosa di San Martino

Auf dem Hügel Volmero und in unmittelbarer Nähe zur Festung Castel Sant´Elmo steht weiterhin auch die Klosteranlage Certosa di San Martino. Sie ist eine der bedeutendsten religiöse Baudenkmäler aus dem Barock. Innerhalb der Klosteranlage finden Besucher zwei Kirchen. Außerdem befindet sich im Kloster ein Museum. In diesem ist unter anderem eine große Ausstellung mit Weihnachtskrippen zu sehen. Dazu kommen diverse Kunstausstellungen.

Castel dell’Ovo

Das Castel dell’Ovo ist die älteste der drei großen Festungen. Die Festung ist auf einer kleinen Insel namens Megaride erbaut worden. Die Insel, die heute zum Stadtteil San Ferdinando gehört, ist über einen begehbaren Steg mit dem Festland verbunden. Der kurios anmutende Name der Festung geht der Legende nach auf den römischen Dichter Vergil zurück. Dieser soll im Fundament der Festung ein Ei versteckt haben, damit die Stadt vor Unheil geschützt ist. Solange das Ei im Fundament unversehrt bleibt, soll die Stadt immer sicher sein. Das Castel dell’Ovo kann von Touristen nicht besichtigt werden. Dennoch bieten sich von der Insel Megaride tolle Ausblicke auf den Golf. Sehenswert ist zudem Borgo Marinari, eine ehemalige Fischersiedlung am Fuße der Festung. Heute finden sich dort exklusive Restaurants sowie Yacht- und Ruderclubs.

Castell dell Ovo

Weihnachtskrippen

Neapel ist nicht nur im Frühjahr und im Sommer ein lohnenswertes Reiseziel. Auch in der Weihnachtszeit hat die Hafenstadt viel zu bieten. Die Hafenstadt gilt als das Mekka der Weihnachtskrippen in Italien. So verwundert es kaum, dass die Stadt Heimat der weltweit größten Weihnachtskrippe ist. Zudem gibt es in der Stadt sogar eine Straße, in der sich fast ausschließlich Krippenkünstler angesiedelt haben. Die Via San Gregorio Armeno liegt in der verwinkelten Altstadt und ist weltweit als Krippenstraße bekannt. Einen Spaziergang durch die Straße solltest du möglichst am Abend unternehmen, wenn es bereits dämmert oder schon dunkel ist. Auch außerhalb der Weihnachtszeit lohnt ein Besuch der Via San Gregorio Armeno. Aufgrund des geringeren Andrangs kannst du den italienischen Krippenbauern dann sogar häufig bei ihrer Arbeit zuschauen.

Berühmte Plätze

Der größte und berühmteste Platz in Neapel ist die Piazza del Plebiscito (Platz der Volksabstimmung). Er zählt zu einer der schönsten Plätze Europas und ist von zahlreichen Gebäuden, wie der Königspalast (Palazzo Reale) oder der Kirche San Francesco di Paola umgeben. Ein weiterer bekannter, jedoch deutlich kleinerer Platz ist die Piazza del Gesù Nuovo. Hier ist auch die bedeutende Jesuitenkirche Gesù Nuovo zu besichtigen.

Der Königspalast von Caserta

Rund 40 Kilometer von Neapel entfernt, befindet sich eines der größten eruopäischen Schlösser. Der bourbonische Königspalast von Caserta und der eindrucksvolle Garten wurden nach dem Vorbild Versailles im 18. Jahrhundert errichtet.

Wann ist die beste Reisezeit?

Das Klima in Neapel und am Golf ist mediterran geprägt. Die Sommer in der Gegend sind typischerweise heiß und trocken. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen häufig über 30 Grad. Die beiden wärmsten Monate des Jahres sind der Juli und der August. In dieser Zeit kann sich die Hafenstadt dank mehr als zehn Sonnenstunden pro Tag schnell aufheizen. Die Lage der Stadt am Tyrrhenischen Meer sorgt aber in der Regel für einen leichten Wind, der für Abkühlung sorgt.

Selbst in den Wintermonaten sinken die Temperaturen praktisch nie unter den Gefrierpunkt. Die kältesten Monate sind der Dezember, der Januar sowie der Februar. Als beste Zeit für eine Reise werden häufig die Monate von April bis Oktober genannt. Ab April erwacht die Natur rund um die Stadt zum Leben. Im Frühjahr beginnen die vielen Zitronen-, Oleander- und Lavendelgewächse zu blühen. Auch die Zypressen und Olivenbäume, die die Landschaft rund um Neapel prägen, erblühen dann. Im Frühling ist das Wetter sehr angenehm, die Temperaturen pendeln sich meist um die 20 Grad ein.

Panorama Neapel

In den Monaten Juli und August ist ein Besuch eher weniger zu empfehlen. Zum einen kann es in dieser Zeit extrem heiße Tage in der Stadt geben. Zudem müssen Touristen damit rechnen, dass im Juli und August Geschäfte in der Hafenstadt geschlossen bleiben. Viele neapolitanische Geschäftsleute nutzen den Juli und den August selber dazu, Ferien zu machen.

Welche Hotels und Stadtteile eignen sich für einen Städtetrip?

Die meisten Hotels finden Touristen im Stadtzentrum sowie rund um den Hafen. In Vomero und Posillipo gibt es eher weniger Hotels.

Welche kulinarischen Highlights gibt es?

Neapel ist berühmt für seine exzellente Küche. Besonders stolz sind die Neapolitaner auf ihre Pizza, die seit einiger Zeit sogar zum Kulturerbe der UNESCO gehört. Die neapolitanische Variante zeichnet sich durch einen dicken und saftigen Teig aus. Der klassische Belag der Pizza besteht aus Tomatensugo, Mozzarella sowie Basilikum.

Neapolitanische Pizza

Eine süße Spezialität aus der Hafenstadt sind die Sfogliatelle. Das Gebäck soll ursprünglich in einem Kloster in der Nähe von Salerno erfunden worden sein. Bei den Sfogliatelle handelt es sich um kegelförmige Blätterteigtaschen. Für die Füllung des Gebäcks gibt es verschiedene Varianten. Die klassische Füllung der neapolitanischen Sfogliatelle besteht aus Ricotta, Orangenblütenaroma sowie Zimt.

Welche Besonderheiten gibt es in Neapel?

Neapel gilt als eine Stadt mit vergleichsweise hoher Kriminalität. Gerade in den Vororten leben viele Neapolitaner in Armut. Zudem ist die Stadt die Heimat der Mafiaorganisation Camorra. Die Camorra ist jedoch fast ausschließlich im Verborgenen aktiv. Besucher der Stadt kommen mit ihr praktisch nicht in Kontakt. Wer einen Trip in die italienische Hafenstadt plant, sollte sich keinesfalls aus Angst vor Kriminalität die Reisefreude verderben lassen. Einige Bereiche der Innenstadt erfreuen sich allerdings bei Taschendieben einer großen Beliebtheit. So gilt der Hafen als ein Viertel, in dem viele Taschendiebstähle passieren.

Wer in der Stadt essen geht, sollte wissen, dass fast alle Restaurants das "Coperto" erheben. Dabei handelt es sich um eine Art Gebühr für das Besteck und die Teller. Diese liegt meist in einem Bereich zwischen 0,50 Euro und 2 Euro.

Wie komme ich vom Flughafen in die Stadt?

Neapel verfügt mit dem Aeroporto di Napoli über einen eigenen Flughafen, der etwa sechs Kilometer vom Zentrum der Stadt entfernt ist. Wer nach der Landung vom Flughafen in die Innenstadt möchte, der hat verschiedene Möglichkeiten. Aktuell ist der Flughafen noch nicht an das Bahnnetz angeschlossen.

Bus

Im Takt von 15 Minuten verkehrt ein Bus zwischen dem Flughafen und der Innenstadt. Dieser hält zunächst am Hauptbahnhof. Anschließend fährt der Bus dann weiter in die Richtung Hafen, wo es zwei Haltestellen gibt. Die Fahrzeit vom Flughafen zum Hauptbahnhof liegt, je nach Tageszeit und Verkehrssituation, bei etwa 15 bis 20 Minuten. Für eine Fahrt vom Airport bis zum Hafen müssen Touristen mit einer Fahrzeit zwischen 30 und 35 Minuten kalkulieren. Der Preis für ein Busticket, das an Kiosken am Flughafen oder direkt beim Busfahrer erworben werden kann, liegt bei 5 Euro.

Taxi

Die schnellste Möglichkeit, um vom Flughafen in die Stadt zu gelangen, ist ein Taxi. Für die bekanntesten Zielorte innerhalb der Stadt gibt es fixe Tarife. Bei der Wahl des Taxis sollten Sie darauf achten, dass diese gut sichtbar sind. Für eine Taxifahrt vom Flughafen zum Hauptbahnhof sind 18 Euro zu zahlen. Eine Fahrt in das Stadtzentrum und zum Hafen sollte 21 Euro kosten.

Fortbewegung in der Stadt

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind im Zentrum der Stadt gelegen und daher problemlos fußläufig zu erreichen. Die Stadt verfügt darüber hinaus auch über ein U-Bahn-System. Die Metro besteht aus zwei Linien, nämlich der Linie 1 sowie der Linie 6. Die Linie 1 führt von der Piazza Garibaldi am Hauptbahnhof bis Piscinola im Norden der Stadt. Die Linie 6 wurde ursprünglich für die Fußball-Weltmeisterschaft 1990 geplant, jedoch erst 2007 tatsächlich in Betrieb genommen. Aktuell verkehrt die Linie 6, die für den Stadtverkehr nur von sehr geringer Bedeutung ist, gar nicht.

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