Bologna Die Pasta-Stadt

Das ist Bologna

Bologna ist ein Phänomen. Einerseits sind die historischen Bauwerke, ausladenden Plätze und imposanten Kirchen wirklich ehrfurchtgebietend. Andererseits ist die Studentenstadt absolut cool und voll quicklebendiger Energie. Foodies und Kulinariker wähnen sich in Bologna ebenfalls im siebten Himmel und wer hier die weltberühmten Spaghetti Bolognese kostet, erkennt schnell, dass nur dieser Geschmack der echte und authentische ist. Außerdem steckt Bologna voller Geheimnisse: Lass Dich überraschen.

Sehenswürdigkeiten in Bologna

Portici

Bolognas Architektur wurde in erster Linie aus praktischen Gründen so gestaltet, wie sie ist. Die weltberühmten „Portici“, Arkadengänge, die insgesamt über 40 Kilometer erreichen, wurden im Mittelalter nicht deshalb erbaut, um Einkaufende vor Sonne oder Regen zu schützen, sondern um die darüber liegenden Häuser zu vergrößern. Der historisch gewachsene Stadtkern mit seinen engen, verwinkelten Gässchen wurde schon damals kreativ erweitert. Heute findest Du in den Portici wunderbare kleine Geschäfte, unzählige Obst-, Gemüse und Blumenstände und natürlich jede Menge charmanter Lokale.

Arkadengänge in Bologna

Geschlechtertürme

Weithin sichtbar und als Wahrzeichen bekannt, sind die hoch in den Himmel aufragenden „Geschlechtertürme“ aus dem 13. Jahrhundert. Einst prangten 180 dieser mittelalterlichen Wolkenkratzer in der Stadt und verliehen Bologna eine umwerfende Skyline. Doch bis auf die zwei überiggebliebenen, „Torre Garisenda" und „Torre degli Asinelli“, wurden alle Türme geschliffen. Der Torre Garisenda hat eine leichte Schlagseite und wer schon in Pisa war, fragt sich, warum Italiens Türme so schief sind. Fragst Du einen Italiener, wird er Dir augenzwinkernd antworten, dass die alten Baumeister wohl zu viel Wein und Grappa getrunken hatten. Der kerzengerade aufragende Torre degli Asinelli kann bestiegen werden und verschafft Dir eine umwerfende Aussicht über die Stadt.

Die Türme Garisenda und Asinelli Rob Oo | CC BY 2.0)

Altes Kanalsystem

Eine unerwartete Überraschung findest Du in der Via Piella. Hinter einem unscheinbaren Fensterchen in der Mauer erwartet Dich eine andere Welt. Das alte Kanalsystem der Stadt erinnert an Venedig, ist heute zwar größtenteils überbaut, doch die verbliebenen Kanäle, die Du hier sehen kannst wirken ebenso verwunschen, wie bezaubernd.

La Finestrella - Fensterchen hinter einer Mauer Ana Rey | CC BY-SA 2.0)

Palazzo dell’Archiginnasio

Einen weiteren Eindruck, wie es in alter Zeit in der ältesten Universitätsstadt Europas zuging, erhältst Du im Palazzo dell’Archiginnasio, dem Sitz der einstigen Universität. Das beeindruckende Gebäude ist mit unzähligen Wappenfresken verziert, darüber hinaus kannst Du den historischen Anatomiesaal besichtigen.

Palazzo dell’Archiginnasio Angel de los Rios | CC BY-SA 2.0)

Piazza Maggiore & Basilika San Petronio

Nur ein paar Schritte entfernt erwartet Dich die Piazza Maggiore, die Du gleich an der unübersehbaren Basilika San Petronio erkennst. Dem Schutzpatron der Stadt geweiht, wurde die Basilika mit dem ehrgeizigen Ansinnen geplant, das größte Gotteshaus der Welt zu werden.

Basilika San Petronio Angel de los Rios | CC BY-SA 2.0)

Der Bau begann 1390 und verschlang Unmengen an Geld, Zeit und architektonischem Herzblut. Geweiht wurde sie schließlich immerhin schon 1954, fertig ist sie allerdings noch nicht ganz.

Piazza Maggiore Giovanni | CC BY-SA 2.0)

Heute wunderst Du Dich vielleicht über die Militärpräsenz rund um die Kirche. Der Grund erschließt sich im Inneren, wo ein meterhohes, schon etwas brüchiges Fresko das Jüngste Gerichtes aus Dantes Göttlicher Komödie darstellt, bei dem der Prophet Mohammed in der Hölle gequält wird.

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Wann ist die beste Reisezeit für Bologna?

Bologna ist im Prinzip zu jeder Jahreszeit sehenswert, denn das Klima ist das ganze Jahr über mild und freundlich. Im Winter packen die Bolognesen trotzdem ihre dicken Daunenjacken aus, denn Temperaturen, die sich dem Nullpunkt nähern, findet der kälteempfindliche Italiener nur warm eingepackt erträglich. Im Sommer sind Temperaturen um 30° Grad keine Seltenheit, daher zieht es die Bolognesen ans Meer, ihre Stadt überlassen sie dann gerne den Touristen. Traumhaft schön ist der Frühling, wenn das wiedergekehrte Licht die Stadt in lebensfrohen Glanz taucht und in jedem Winkel üppige Blumenpracht zu sprießen beginnt. Im Herbst, wenn die Studenten zurückkehren, scheint Bologna vor Energie zu vibrieren.

Welche kulinarischen Besonderheiten gibt es in Bologna?

Bologna versteht sich selbst als kulinarische Hauptstadt Italiens und Italien als lukullischen Nabel der Welt. Also vergiss Kalorien und greif tüchtig zu. Man könnte sagen, Bologna ist Pasta-Hauptstadt. Hier werden in kleinen Manufakturen die köstlichen Tortelloni und unzählige weitere Pasta-Spezialitäten hergestellt. Auch der Kaffee ist berühmt in Bologna. Willst Du ihn wie ein echter Italiano genießen, dann trinke Espresso, Ristretto oder Lungo - Cappuccino trinkt man nur zum Frühstück. Groß aufgetischt wird erst am Abend, dafür kann das abwechslungsreiche, mindestens viergängige Mahl auch bis nach Mitternacht dauern. Eingeleitet wird es ab 18 Uhr, wenn man sich nach der Arbeit zum „Aperitivo“ versammelt.

Pasta Bologna Pug Girl | CC BY 2.0)

Dieser noch gar nicht so alte Brauch wird gerne mit Spritz Aperol und kleinen Gustohäppchen begangen. Mittlerweile hat sich das Getränkeangebot klassisch ausgeweitet, denn die Kreativität der italienischen Barkeeper ist nicht zu bremsen. Diese Tradition ist mittlerweile nicht nur bei der arbeitenden Bevölkerung beliebt, die sich ihre verdiente Belohnung gönnt, sondern wird auch von Studenten, Künstlern und anderen Lebenslustigen geschätzt und nach allen Regeln der Kunst zelebriert. Die Nähe zu den berühmten Kulinarikdestinationen Parma und Modena garantiert natürlich ein überaus umfangreiches Angebot an Spezialitäten, wie dem berühmten Parma-Schinken und dem edlen Balsamico-Essig. Nicht umsonst wird Bologna auch „La Grassa“ genannt - die Fette.

Welche Hotels und Stadtteile eignen sich für einen Städtetrip?

Bologna besticht in erster Linie durch seine imposante Altstadt, in der Du auch die besten Hotels der Stadt findest. Das führende 5-Sterne-Haus „Grand Hotel Majestic Già Baglioni“ findest Du in der Hauptstraße, in unmittelbarer Nähe zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten. Es ist eindeutig das prestigeträchtigste Haus und wurde auf den alten Fundamenten einer Straße aus der Römerzeit erbaut, die Du im Inneren des Hotels sogar besichtigen kannst. Außerdem ist im selben Gebäudekomplex auch ein Museum untergebracht. Das hoteleigene Restaurant „I Caracci“ ist nach dem Künstler benannt, der die Deckenfresken erschuf.

In der Via Independenza erwartet Dich das modern gestaltete Hotel „I Portici“, das sich in der Nähe der berühmten Arkaden befindet. Für seine Gäste stellt das Hotel eine willkommene Abwechslung zu den alten Gemäuern seiner Umgebung dar, die moderne Einrichtung weist jeglichen Komfort auf, den Du von einem 4-Sterne-Hotel erwartest. Das Restaurant des I Portici ist sogar mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet worden und daher auch beliebter Treff der örtlichen Geschäftsszene. Das Hotel „Corona d´Oro“, ebenfalls ein elegantes 4-Sterne-Haus, findest Du drei Minuten von der Piazza Maggiore entfernt. Es ist das Flaggschiff der Hotelkette Bologna Art Hotels und liegt in einer ruhigen Seitenstraße im Zentrum.

Zwischen Hauptbahnhof und Zentrum findest Du das „Royal Carlton“, das mit einem phantastischen Restaurant und eigenem Fitnesscenter ausgestattet ist. Mit seinen Konferenzräumen und technischen Standards ist es vor allem bei Geschäftsreisenden sehr beliebt.

Bologna in der Nacht Heinz Bunse | CC BY-SA 2.0)

Welche Besonderheiten gibt es in Bologna?

"La Grassa" ist eine sehr offene und gastfreundliche Stadt. Man ist an Gäste aus aller Herren Länder gewöhnt und sieht großzügig über kulturelle Unterschiede hinweg. Willst Du trotzdem in die charismatische Identität Bolognas eintauchen, solltest Du ein paar Kleinigkeiten beachten. Italiener sind temperamentvoll, laut und herzlich. Es kann Dir also leicht passieren, dass Du bereits beim ersten Treffen überschwänglich auf beide Wangen geküsst wirst - halte immer zuerst die rechte Backe hin. Als absolutes No-go gelten bei den modebewussten Bolognesen weiße Socken. Trage sie nicht nur nicht in Sandalen, sondern auch nicht in Sneakers, ja noch nicht einmal in Stiefeln.

Wie komme ich vom Flughafen in die Stadt?

Die beste Möglichkeit, um vom Flughafen in die Stadt zu kommen, gewährt Dir der Aerobus von TPER. Diese schnelle und auch relativ günstige Transportmöglichkeit pendelt regelmäßig zwischen Flughafen und Bahnhof, der der wichtigste von Norditalien ist. Tickets sind online oder am Fahrkartenautomaten zu erstehen und müssen beim Einsteigen in den Bus entwertet werden. Wenn Du direkt ins Zentrum möchtest, steigst Du am besten an der dritten Station, „Via dei Mille - Centro Città" aus. Eine alternative Möglichkeit, um vom Flughafen ins Zentrum zu kommen, stellen natürlich Taxen dar, die Dich in großer Zahl am Flughafen erwarten. Der Fahrpreis beträgt ungefähr zwischen 15 und 20 Euro.

Fortbewegung in der Stadt

Wie viele andere italienische Städte auch, hat Bologna die verkehrsberuhigten Zonen eingeführt. Das bedeutet, dass nur Fahrzeuge mit Ausnahmegenehmigung in der Altstadt fahren dürfen. Für Dich als Entdeckungsreisender ist das ein großer Vorteil, denn die historische Altstadt ist ohnehin am besten zu Fuß zu erkunden.

Besonders der Altstadtkern verträgt auch gar nichts anderes, denn hier sind die Gässchen so eng und verwinkelt, dass es auch zu Fuß manchmal zu Staus kommen kann. Der Trick hier ist, vorausblickend zu gehen, die sich im Bewegungsfluss öffnenden Lücken vorauszusehen und zu nützen. Wer Bekannte trifft, tritt zum Plausch zur Seite, statt den Weg zu versperren. Also Handy weg und Kopf hoch.

Blick über Bologna & Piazza Maggiore Luca Volpi | CC BY-SA 2.0)

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