The IMMA Dublin Irish Museum of Modern Art

William Murphy Folgen | CC BY-SA 2.0)

Im Stadtteil Kilmainham liegt das Irish Museum of Modern Arts, kurz IMMA. Es befindet sich im Gebäude des ehemaligen Royal Hospital Kilmainham und zeigt vielfältige moderner, zeitgenössischer Kunstwerke von irischen und internationalen Künstlern in einem wechselnden Ausstellungsprogramm.

Ein Kunstmuseum in einer Krankenanstalt

Ursprünglich diente das Royal Hospital Kilmainham (kurz RHK) als Krankenanstalt und Pflegeheim für ausgemusterte und pensionierte Soldaten. Es wurde im Jahre 1684 von James Butler, Herzog von Ormonde und Vizekönig von Karl II. errichtet und war bis zur Unabhängigkeit Irlands im Jahre 1922 im Einsatz. In seinem Baustil wurde es an die Pariser Anstalt Les Invalides angelehnt. Typisch hierfür sind die Fassade des Gebäudes sowie der große Innenhof. Nachdem es eine Weile noch als Kaserne genutzt wurde, erfüllte das Gebäude viele Jahre keinen Zweck mehr und stand ungenutzt leer.

In den 1980er Jahren wurde das Potential des Bauwerkes erkannt und mithilfe kosten- und zeitaufwendiger Renovierungsmaßnahmen vor dem Zerfall bewahrt. Seit Mai 1991 ist hier das IMMA zu Hause. Heutzutage wird es auch als das schönste und bedeutsamste Gebäude Irlands aus dem 17. Jahrhundert bezeichnet. Wer einmal dort war, kann verstehen warum.

Barrockgarten William Murphy | CC BY-SA 2.0)

Kunst, Genuss und Stöbern

Das Irisch Museum of Modern Arts (IMMA) wurde im Jahre 1991 eröffnet und stellt heute über 3500 moderne und zeitgenössische Meisterwerke aus. Zu den großen, namenhaften Künstlern zählen beispielsweise Alberto Giacometti, Pablo Picasso und Andy Warhol. Es liegt unweit vom bekannten Kilmainham Goal entfernt, sodass es sich anbietet, beide Attraktionen gleich miteinander zu kombinieren.

In den Kellergewölben befinden sich das Itsa Café, das leckere hausgemachte Köstlichkeiten anbietet. Das Café ist auch unter vielen Einheimischen ein echter Geheimtipp. Nicht selten kommen Menschen, die sich hier gerade in der Umgebung aufhalten, lediglich zum Mittagessen vorbei. Außerdem findest Du dort in den ehemaligen Krypten den IMMA-Museums-Shop, in denen Du allerlei Andenken, Bücher und außergewöhnliche Geschenkideen erwerben kannst, die du so vielleicht nirgendswo sonst findest. Auch eine Buchhandlung ist hier vorhanden.

Bei schönem Wetter lohnt sich auch durch den dazugehörigen formellen Garten zu schlendern. Der Barockgarten ist absolut sehenswert und ein toller Ort zum Erholen. Bereits die hier untergebrachten Soldaten nutzten ihn für Spaziergänge und zur Genesung.

Ein weiteres Argument, dass für einen Besuch des IMMA spricht ist, dass die meisten Ausstellungen sowie die Besichtung der Gartenanlage kostenlos ist. Zudem werden kostenlose Führungen zu den Ausstellungen angeboten und ist definitiv lohenswert, wenn du dein kunsthistorisches Wissen erweitern möchtest. Das Museum ist auch für Rollstuhlfahrer und körperlich eingeschränkte Menschen geeignet.

Wie viele andere Museen ist auch das IMMA am Montag geschlossen. An allen anderen Tagen schließt es um 17:30 Uhr. Dienstag bis Freitag öffnet das Museum um 11:30, samstags um 10:00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen erst um 12:00 Uhr. (Stand April 2019)

Weitere interessante Sehenswürdigkeiten
Bray

Bray (irisch Bré) ist ein kleiner Badeort im County Wicklow an der irischen Ostküste und befindet sich etwas 20 Kilometer von Irlands Hauptstadt entfernt. Er lässt sich von Dublin aus einfach und schnell erreichen und ist eine ...

St. Stephens Green

Einer der schönsten Parks der Stadt befindet sich unmittelbar am Ende der Einkaufspassage Grafton Street und unweit der St. Patrick's Cathedral und ist ein Muss für jeden Dublin-Besucher.

General Post Office & Spire

Die General Post Office, Dublins Hauptpostamt, befindet sich an der O´Connell Street und gehört zu den wichtigsten Schauplätzen des irischen Unabhängigkeitskampfes. Während des Osteraufstandes von 1916 wurde das markante Bauwer...