Mailand Stadt der Mode

Das ist Mailand

Mailand ist eine Stadt der Superlative. Sie gehört zu den größten Mode- und Shopping-Metropolen und muss den Vergleich mit London oder New York nicht scheuen. Der Mailänder Dom ist die drittgrößte Kirche der Welt. Und das Opernhaus, die Scala, ist eines der bekanntesten weltweit. Benötigst Du noch weitere Argumente, damit eine Reise nach Mailand ganz nach oben auf Deiner Wunschliste wandert?

map Land
Italien
chat_bubble Sprache
Italienisch
people Einwohner
1,35 Millionen
money Währung
Euro

Sehenswürdigkeiten in Mailand

Der Mailänder Dom

Ganz oben auf der Rangliste der Sehenswürdigkeiten steht natürlich der Mailänder Dom. Das Wahrzeichen Mailands ist der größte Marmorbau der Welt. Mit dem Bau des Gotteshauses wurde im Jahre 1386 begonnen. Er zog sich über 5 Jahrhunderte hin, was sich auch in den verschiedenen Baustilen der Fassade widerspiegelt. Aber selbst wenn Du nicht an Kunstgeschichte interessiert bist, solltest Du dem monumentalen Dom einen Besuch abstatten.

Wahlweise per Aufzug oder über 200 Stufen ist es möglich, auf das Dach des Doms zu gelangen. Die Aussicht über die Dächer der Stadt ist phänomenal. Bei gutem Wetter kannst Du bis zu den Alpen blicken. Am besten besteigst Du das Dach am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht und die Stadt in ein warmes Licht taucht. Tickets für den Dom und die Domterrassen solltest Du im Vorfeld Deiner Reise besorgen, um Dir langes Anstehen zu ersparen.

Das Abendmahl von Leonardo da Vinci

Ein weiteres Highlight Mailands ist „das Abendmahl“, eines der bekanntesten Bilder Leonardo da Vincis. Das Gemälde befindet sich im Speisesaal des Klosters neben der Kirche Santa Maria delle Grazie. Vier Jahre hat der große Künstler daran gearbeitet. Um das Gemälde rankt sich ein besonderes Wunder. Durch eine Bombe wurde die Südwand des Speisesaals komplett zerstört. Die Nordwand, auf der sich das Gemälde befindet, blieb unversehrt und eines der wichtigsten Kunstwerke der Renaissance blieb erhalten.

Das Abendmahl Da Vinci

Heute werden Gruppen von jeweils 25 Menschen im 15-Minuten-Takt durch den Raum geführt, um dem riesigen Besucherandrang Herr zu werden. Es ist daher fast unumgänglich, dass Du Dir die Tickets im Voraus besorgst. „Das Abendmahl“ ist so gut wie immer ausverkauft. Weniger Beachtung findet die Kirche selbst. Zu Unrecht, denn sie steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes und gilt als Meisterwerk der Renaissance.

Teatro alla Scala

Auch wenn Du kein Opernfan bist, dem Teatro alla Scala, oder La Scala, wie die Italiener das berühmte Opernhaus nennen, solltest Du ebenfalls besuchen. Wenn nicht zu einer Aufführung, dann zu einer geführten Besichtigung des von außen unscheinbaren Hauses. Neben dem prächtig ausgestatteten Innenraum des Theaters kannst Du auch Theatergeschichte im Museum erleben. Neben alten Kostümen sind dort Musikinstrumente, Portraits und Skizzen ausgestellt. Wenn Du eine Opern-, Ballett- oder Konzertaufführung in der Scala besuchen willst, kannst Du die Karten bereits von zuhause aus kaufen. Mit etwas Glück gibt es auch an der Theaterkasse noch Tickets, die häufig günstiger sind. Auf keinen Fall solltest Du bei den Händlern kaufen, die auf dem Platz vor der Oper Karten anbieten, da diese Tickets überteuert sind.

Das Castello Sforzesco

Das Castello Sforzesco wurde im 14. Jahrhundert als Teil der Verteidigungsanlage erbaut. Im Laufe seiner Geschichte wurde es zerstört, wieder aufgebaut und immer mehr erweitert. Auch Leonardo da Vinci arbeitete an dem Renaissancebau mit. Heute beherbergt das beeindruckende Schloss verschiedene Museen. Und wenn Du nach all der Kultur ein wenig frische Luft benötigst, kannst Du einen Spaziergang durch den Simplonpark machen und Dich erholen.

Galleria Vittorio Emanuele II

Die Galleria Vittorio Emanuele II zählt zu den weltweit ältesten Einkaufszentren. Bereits 1867 wurde sie eröffnet. Auch wenn Dein Geldbeutel Geschäfte wie Armani, Versace oder auch die Bar des Gaspare Campari nicht mitmacht, lohnt sich ein Bummel hindurch. Es kann Dir sogar Glück bringen. Der Sage nach ist jedem, der sich auf den Stier der Stadt Turin im Mosaikfußboden der Galerie stellt und sich um die eigene Achse dreht, Glück und Fruchtbarkeit gewiss.

Galleria Vittorio Emanuele II

Valentino reiste aus Voghera an, Giorgio Armani aus Piacenza und Domenico Dolce aus Sizilien. Sie kamen in die Stadt, um hier ihr Handwerk zu lernen, denn sie wussten: Mailand ist die Hauptstadt der Mode. Ihre Geschäfte in Mailand sind in der Galleria Vittorio Emanuele II und in der Via Montenapoleone zu finden.

Galleria Vittorio Emanuele II - Fresken

Aber in Mailand gibt es nicht nur die teuren Modehäuser. Shoppen ist mit jedem Einkommen möglich. Neben Designer-Outlets gibt es auch Boutiquen, die Mode zu erschwinglichen Preisen anbieten. Und in Mailand kannst Du nicht nur nach Kleidung Ausschau halten. Antiquitäten, Kunsthandwerk, kulinarische Köstlichkeiten, ausgefallene Schokoladen-Kreationen, edle Weine und vieles mehr kannst Du erwerben. Corso Buenos Aires ist die größte Einkaufsstraße der Stadt und eine der größten Europas. Wenn Du durch sie bummelst, lohnt es sich, ab und an einen Blick in die Innenhöfe zu werfen.

Wann ist die beste Reisezeit für Mailand?

Das hängt natürlich davon ab, was Du unternehmen möchtest. In den Sommermonaten wird es sehr heiß. Die Temperaturen steigen im Juli und August auf durchschnittlich 30 Grad, was ideal ist, wenn Du abends noch ausgehen und die Sommernächte in Bars und Cafés genießen möchtest. Die Einheimischen fahren im August in Urlaub und es sind viele Touristen unterwegs, die Denkmäler werden noch häufiger besucht. Für Sightseeing eignen sich daher der Frühling und der Herbst am besten.

Im Winter musst Du mit Nebel rechnen und es kann Temperaturen um den Gefrierpunkt geben, die Höchsttemperatur liegt im Januar bei nur fünf Grad. Andererseits ist der Januar, neben dem Juli, der beste Monat, wenn Du in Mailand shoppen möchtest. Nach Weihnachten, das in Italien am 6. Januar seinen Höhepunkt findet, beginnt der Schlussverkauf und die Preise fallen erheblich. Anderseits ist es auch reizvoll, seine Weihnachtseinkäufe im festlich beleuchteten Mailand zu erledigen und einen der Weihnachtsmärkte zu besuchen, auf denen Spezialitäten und Kunsthandwerk aus ganz Italien angeboten werden.

Welche kulinarischen Besonderheiten gibt es in Mailand?

Das „Risotto allo Zafferano“, das Risotto Milanese mit Safran, ist weltberühmt. Aber es gibt noch mehr in der Mailänder Küche, das Du probieren solltest.

Risotto Milanese

Die Küche der Lombardei, in der Mailand liegt, ist für ihre deftigen, mit Kräutern gewürzten Fleischgerichte bekannt. Eine Spezialität ist zum Beispiel das Ossobuco mit Gremolata, in einem Weißweinsud gegarte Beinscheiben vom Kalb. Das Mailänder Schnitzel ist ähnlich dem Wiener Schnitzel ein paniertes und in Fett ausgebackenes Kalbsschnitzel, jedoch wird der Panade Parmigiano beigemischt.

Berühmt ist auch die Mailänder Salami, weniger bekannt, aber trotzdem lecker ist die Finocchina, eine Wurst mit Fenchelsamen. Wenn Dir der Sinn nicht so sehr nach Fleisch steht, dann solltest Du Polenta probieren. Der Maisgries wird nicht nur als Beilage gereicht, sondern findet sich als eigenständiges Gericht mit Parmigiano und zerlassener Butter auf vielen Speisekarten. Oder Du versuchst eine Minestrone alla Lombarda, eine Gemüsesuppe mit Kartoffeln und Reis.

Die Stadtteile, die Du besuchen solltest

Das Herz Mailands ist das Centro storico, das historische Stadtzentrum mit dem Dom und vielen anderen Sehenswürdigkeiten. Daneben sind noch weitere Stadtviertel einen Besuch wert.

Navigli-Viertel

Das Navigli-Viertel hat seinen Namen von den Kanälen, die den Stadtteil durchziehen. Bereits im 12. Jahrhundert wurde mit dem Bau der Kanäle begonnen, die die Adria, den Lago Maggiore und die Po-Ebene verbinden. Auch Leonardo da Vinci arbeitete seinerzeit an dem Bau der Schleusen. Einst war das Navigli-Viertel von Arbeitern und Handwerkern bewohnt. Heute ist es zu einem Szene-Viertel geworden, zu einem Treffpunkt für Künstler, das zum Besuch der Kneipen und Konzerte, der Künstler-Ateliers und Trödelmärkte, kurz: zu einem Bummel einlädt.

Stadtteil Porta Garibaldi

Sehenswürdigkeiten ganz anderer Art bietet der Stadtteil Porta Garibaldi. Für die Expo 2015 wurde das Viertel renoviert und in ihm stehen herausragende Beispiele moderner Architektur. Die Bosco Verticale, die senkrechten Wälder beispielsweise sind preisgekrönte Zwillingstürme, Wohnblocks der besonderen Art. Auf den Terrassen und Balkonen wurden rund 900 Bäume und tausende weiterer Pflanzen gepflanzt, um neuen Lebensraum für Insekten und Vögel zu schaffen.

Brera-Viertel

Das Brera-Viertel ist traditionell ein Stadtteil, in dem sich Künstler in Bars und Literatur-Cafés treffen. In der Fußgängerzone findest Du Restaurants, Märkte, kleine Boutiquen und Geschäfte von Kunsthandwerkern. Ein besonderer Schatz des Viertel ist die Pinakothek Brera. Und wenn Du Dich nach ausgiebigem Shoppen oder langen Besichtigungen nach Ruhe sehnst, solltest Du den botanischen Garten Brera besuchen.

Pinakothek Brera Hof

Wie Du vom Flughafen in die Stadt kommst – und Dich dort fortbewegst

Du kannst Mailand über den Flughafen Linate und den Flughafen Malpensa erreichen. Der Flughafen Linate ist etwas kleiner, liegt aber näher an der Stadt. Von Linate verkehrt regelmäßig und häufig ein Expressbus und bringt Dich in etwa 20 Minuten in die Innenstadt. Alternativ dazu fährt der Airbus zum Hauptbahnhof.

Malpensa ist weiter entfernt, aber größer. Von dort fährt ein Expresszug in etwa 30 Minuten zum Bahnhof Cadorna und in 50 Minuten zum Hauptbahnhof. Von beiden Bahnhöfen hast Du guten Anschluss an das U-Bahn-Netz. Es verkehren auch Shuttlebusse vom Flughafen zum Hauptbahnhof. Wenn Du magst, kannst Du natürlich auch mit einem öffentlichen oder privaten Taxi fahren, was jedoch erheblich teurer ist.

Mailand Altstadt

Wenn Du in Mailand Sehenswürdigkeiten bewundern oder shoppen möchtest, kannst Du vieles zu Fuß erreichen und die Atmosphäre der Stadt bei einem Spaziergang genießen. So ist zum Beispiel die Mailänder Scala durch die Galleria Vittorio Emanuele II hindurch nur fünf Gehminuten vom Mailänder Dom entfernt. Es gibt aber auch ein gut ausgebautes Nahverkehrs-Netz mit U-Bahn, Stadtbussen und S-Bahn.

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