Florenz Hauptstadt der Toskana

Italien
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Das ist Florenz

Florenz ist die Hauptstadt der Toskana und gilt als eine der bedeutendsten Kulturmetropolen der Welt. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Zeit der Etrusker zurück. Geprägt wurde die italienische Stadt vor allem während der Renaissance. In Florenz erwarten die Besucher unzählige Museen. So können Besucher der Stadt unter anderem die Galleria degli Uffizi besichtigen.

Sehenswürdigkeiten in Florenz

Die Stadt in der Toskana ist die Heimat vieler bedeutender Museen. Das ohne Zweifel bekannteste dieser Museen ist die Galleria degli Uffizi. In der Gemäldegalerie, in der sich vor allem Werke aus der Renaissance finden, kannst du ohne Probleme mehrere Tage verbringen. Wenn du während deines Aufenthalts in der Stadt die wichtigsten Museen besichtigen möchtest, solltest du über den Kauf der Firenzecard nachdenken. Aktuell kostet die Firenzecard, die eine Geltungsdauer von jeweils 72 Stunden hat, 85 Euro pro Person. Die Firenzecard bietet freien Eintritt in die wichtigsten Ausstellungen.

Der Dom von Florenz

Das Wahrzeichen von Florenz ist die Kirche Santa Maria del Fiore. Der Dom ist die viertgrößte Kirche der Welt und thront mit seiner markanten Kuppel über der Stadt.

Santa Maria del Fiore

Mit dem Bau der Kirche wurde 1296 begonnen. Der ursprüngliche Entwurf für die Kirche stammt vom Architekten Arnolfo di Cambio. In den nächsten 150 Jahren waren dann viele weitere Architekten und Künstler an der Errichtung des Bauwerks beteiligt. Im Jahr 1436 konnte schließlich die Einweihung des Doms gefeiert werden. Die Fassade der Kirche blieb zunächst unvollendet. Diese erhielt erst im Laufe des 19. Jahrhunderts ihr heutiges Aussehen.

Prägend für den Dom ist die imposante Kuppel. Diese ist 35 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 45 Metern. Die Kuppel stellte die größte Herausforderung beim Bau der Kirche dar. Da sich kein Architekt an die Konstruktion einer Kuppel traute, klaffte über mehrere Jahrzehnte ein Loch im Dach des Doms. Die Stadtväter entschieden sich schließlich, einen Wettbewerb ins Leben zu rufen. Diesen konnte Filippo Brunelleschi mit dem Entwurf einer freitragenden Kuppel gewinnen, die nach dem Vorbild der Kuppel des Pantheons in Rom gestaltet werden sollte. Bis heute gilt die von ihm entworfene und umgesetzte Kuppel als Meisterwerk der Architektur.

Kuppel der Santa Maria del Fiore

Die Kirche Santa Maria del Fiore kann kostenlos besichtigt werden. Meist ist die Kirche zwischen 10 Uhr und 17 Uhr für Besucher geöffnet. An Donnerstagen und an Samstagen schließt sie bereits um 16.30 Uhr ihre Pforten. Du solltest aber beachten, dass sich häufig bereits vor der Öffnung der Kirche eine Warteschlange bildet. Wer auf die Kuppel oder auf den Glockenturm des Doms möchte, muss allerdings ein Ticket kaufen. Der Aufstieg auf die Kuppel des Doms sollte nicht unterschätzt werden. Um auf die Kuppel zu gelangen, müssen zunächst 460 Stufen bewältigt werden. Wenn du diese Mühe auf dich genommen hast, wirst du jedoch mit einem phänomenalen Ausblick auf die Stadt belohnt. Wichtig beim Besuch des Doms und anderer Kirchen der Stadt ist eine angemessene Bekleidung. Bei Männern und bei Frauen sollten die Schultern und die Knie bedeckt sein. Männer dürfen kurze Hosen tragen. In einigen Kirchen wird Frauen, die eine kurze Hose tragen, dagegen der Eintritt verweigert.

Campanile

Der Campanile ist der Glockenturm des Doms von Florenz und ebenfalls prägend für das Stadtbild. Mit einer Höhe von 84 Metern erhebt sich der schmale Glockenturm über den Dächern der Altstadt. Mit dem Bau des Glockenturms wurde im Jahr 1334 begonnen. 1359 konnte dann die Fertigstellung des Glockenturms gefeiert werden. Der Turm besitzt eine beeindruckende Marmorfassade in Weiß, Grün und Rosa. Von dem Turm bietet sich eine tolle Aussicht auf den Dom und die gesamte Stadt.

Die Uffizien

Die Uffizien dürfen sich zu den bekanntesten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt zählen. Der Gebäudekomplex ist im 16. Jahrhundert ursprünglich für die Stadtverwaltung errichtet worden. Erst im Jahr 1789 sind die Uffizien erstmalig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Zur ausgestellten Sammlung gehören einige der wichtigsten Gemälde der Welt. So können Besucher des Museums Sandro Botticellis Gemälde "Die Geburt des Venus" betrachten.

Uffizien

Heute bieten die Uffizien ihren Besuchern fast 90 Museumsräume, die verschiedene Kunstsammlungen beherbergen. Die Galerie ist von Dienstag bis Sonntag geöffnet. An Montagen ist ein Besuch der Galerie nicht möglich. Die Tickets für den Besuch der Uffizien solltest du unbedingt vorher buchen. Anderenfalls musst du mit einer langen Schlange vor dem Museumseingang rechnen. In der Hochsaison kann die Wartezeit vor den Uffizien bis zu vier Stunden betragen. Für den Besuch der Uffizien sollte mindestens ein halber Tag eingeplant werden. Fotokameras dürfen nicht mit in das Museum genommen werden.

Piazza della Signoria

Die Piazza della Signoria gehört zu den berühmtesten Plätzen in Italien. Direkt am Piazza della Signoria steht der Palazzo Vecchio. Der prachtvolle Palast war über mehrere Jahrhunderte das politische Zentrum der Stadt und der gesamten Toskana. Von 1865 bis 1871 diente der Palazzo Vecchio als Sitz des italienischen Nationalparlaments. Mittlerweile ist der Palazzo Vecchio das Rathaus der Stadt.

Außerdem ist die Loggia dei Lanzi direkt an der Piazza della Signoria gelegen. Bei der Loggia dei Lanzi handelt es sich um ein bogenförmiges Bauwerk, das aus dem 14. Jahrhundert stammt. Ursprünglich sollte die Loggia dazu dienen, Würdenträger bei Zeremonien oder öffentlichen Versammlungen vor Sonne und Regen zu schützen. Heute stehen in der Loggia dei Lanzi verschiedene Statuen. Die bekannteste dieser Statuen zeigt Perseus nach der Ermordung von Medusa.

Ponte Vecchio

Die Ponte Vecchio ist die älteste Brücke, die über den Arno führt. Ein Spaziergang über die historische Brücke sollte ein fester Programmpunkt jedes Aufenthalts sein. Die Brücke befindet sich an einer der engsten Stellen des Arno in unmittelbarer Nähe zu den Uffizien. Nachdem eine Brücke aus Holz dem Hochwasser nicht standhalten konnte, wurde die Ponte Vecchio zwischen 1333 und 1345 gebaut. Die Brücke ist etwa 100 Meter lang und 30 Meter breit.

Ponte Vecchio

Charakteristisch für die Ponte Vecchio sind die vielen kleinen Geschäfte, die sich auf der Brücke befinden. Die Läden haben ihre Eingänge im Inneren der Brücke. Die Geschäfte an der Ponte Vecchio sind traditionell Sitz von Gold-, Silberschmieden und Juwelieren. Ende des 16. Jahrhunderts verfügte der Großherzog von Florenz, dass sich in den Geschäften auf der Ponte Vecchio ausschließlich Gold- und Silberschmiede ansiedeln dürfen. Als Zeichen ihrer Liebe haben in den letzten Jahren viele Paare Vorhängeschlösser am Brückengeländer der Ponte Vecchio angebracht und den Schlüssel anschließend in den Arno geworfen. Dies wird von der Stadtverwaltung allerdings nicht gerne gesehen, da es durch die Schlösser immer wieder zu Beschädigungen an der Brücke kommt. Aus diesem Grund erhebt die Stadt für das Anbringen von Liebesschlössern inzwischen ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro.

Wann ist die beste Zeit für eine Reise nach Florenz?

In Florenz herrscht, wie in der gesamten Toskana, Mittelmeerklima. In den heißesten Monaten des Jahres, dem Juli und dem August, können die Temperaturen in der Stadt über 35 Grad Celsius steigen. In diesen beiden Monaten sind besonders viele Touristen in der Stadt unterwegs. Wer die Stadt im Juli oder im August bereist, sollte sich an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf lange Wartezeiten anstellen. Wesentlich angenehmer ist ein Besuch der Stadt in der Zeit zwischen April und Juni sowie September bis Oktober. In dieser Zeit liegen die Temperaturen in aller Regel um die 20 Grad.

Welche kulinarischen Besonderheiten gibt es in Florenz?

Das bekannteste Gericht ist mit Sicherheit das Bistecca alla fiorentina. Das Bistecca alla fiorentina ist ein T-Bone-Steak. Für die Zubereitung wird traditionell das Fleisch der Rinderrasse Chianina verwendet. Ein Bistecca alla fiorentina muss auf dem Grill zubereitet werden.

Steak nach Florentiner Art
Bild von Bo&Ko | CC BY-SA 2.0

Eine weitere Spezialität, die typisch für die Stadt ist, nennt sich Lampredotto. Für die Zubereitung von Lampredotto wird der Labmagen von Rindern genutzt. Der Magen wird in einer Brühe mit Zwiebeln, Tomate sowie Petersilie gegart. Lampredotto wird von den Florentinern zumeist als Zwischenmahlzeit gegessen. Dazu wird der gekochte Labmagen kleingeschnitten und in einem Brötchen serviert. Gewürzt wird die Mahlzeit dann entweder mit einer Sauce aus grünen Kräutern oder einer scharfen Sauce. Besonders ist auch das florentinische Brot, das als Beilage zum Mittag- oder zum Abendessen gereicht wird. Da das Brot überhaupt kein Salz enthält, ist es zunächst gewöhnungsbedürftig.

Welche Hotels und Stadtteile eignen sich für einen Städtetrip?

Die Stadt Florenz besteht aus fünf verschiedenen Quartieren. Der historische Stadtkern wird als Quartier 1 bezeichnet. Es ist gleichzeitig das flächenmäßig kleinste der fünf Quartiere. Allerdings befinden sich die bedeutendsten Monumente der Stadt fast ausschließlich innerhalb dieses Quartiers. Zudem befinden sich in der Altstadt die meisten Hotels. Campo di Marte ist Quartier 2 und liegt im Nordosten der Stadt. Das Quartier zeichnet sich vor allem durch seine lange Historie aus. Campo di Marte ist Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden. Zunächst diente das Gebiet dem toskanischen Heer als Ausbildungsstätte. Heute ist Campo di Marte vor allem für die dort beheimateten Sportstätten bekannt. In dem Stadtviertel ist das Stadion Artemio Franchi erbaut worden, in dem der AC Florenz seit 1931 seine Heimspiele austrägt. In unmittelbarer Nähe zum Stadion Artemio Franchi finden sich zudem ein Leichtathletikstadion, eine Sporthalle für Basketball und Volleyball sowie das städtische Schwimmbad. Die Quartiere 3,4 und 5 tragen die Namen Gavinana-Galluzzo, Legnaia-Soffiano sowie Rifredi. Das Letztgenannte bildet mit einer Fläche von 28 Quadratkilometern das größte Quartier der Stadt.

Sonnenuntergang in Florenz

Welche Besonderheiten gibt es in Florenz?

Florenz ist eine sehr sichere Stadt. Sowohl Carabineri als auch die Guardia di finanza zeigen eine hohe Präsenz in der Stadt. Auf keinen Fall solltest du dich auf fliegende Straßenhändler einlassen. Diese sind insbesondere im Stadtzentrum aktiv und ziehen sich beim Erscheinen von Ordnungshütern blitzschnell zurück. Die Stadtverwaltung hat den Erwerb gefälschter Markenwaren strikt verboten. Wer beim Kauf gefälschter Ware erwischt wird, muss mit drastischen Strafen rechnen.

Wie komme ich vom Flughafen in die Stadt?

Der Flughafen von Florenz ist nach dem Airport in Pisa der zweitgrößte Flughafen in der Toskana. Wer auf dem Flughafen landet und anschließend in die Innenstadt möchte, kann entweder den öffentlichen Nahverkehr oder aber ein Taxi nutzen. Die Busse des Nahverkehrsunternehmens ATAF fahren alle 30 Minuten vom Flughafen zum Hauptbahnhof in der Innenstadt. Eine Fahrkarte kannst du ganz bequem beim Busfahrer kaufen. Die einfache Fahrt vom Airport in die Innenstadt kostet 6 Euro. Die Fahrt vom Flughafen zum Hauptbahnhof dauert etwa 25 Minuten.

Fortbewegung in der Stadt

Fast alle bekannten Sehenswürdigkeiten liegen im Stadtzentrum. Die Stadt bietet ihren Besuchern aber auch einen gut ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr. Die Gesellschaft ATAF betreibt ein dichtes Busnetz. Eine normale Einzelfahrkarte mit einer Gültigkeitsdauer von 90 Minuten kostet im Moment 1,20 Euro. Wenn du mit einem der Busse fahren möchtest, solltest du vorher eine Fahrkarte kaufen. In der Stadt gibt es nur wenige Fahrkartenautomaten. Die Tickets werden in vielen Tabakläden und Kiosken verkauft. An den Bahnhöfen und weiteren wichtigen Punkten innerhalb der Stadt hat die ATAF auch eigene Schalter zum Verkauf von Fahrkarten. Die Fahrkarte erst beim Busfahrer zu kaufen, ist nicht zu empfehlen. Zwar verkaufen die Busfahrer Tickets, diese sind aber wesentlich teurer. Seit 2010 verfügt die Stadt wieder über eine Straßenbahn. Aktuell existiert nur eine Linie, die vom Hauptbahnhof Santa Maria Novella in den Westen der Stadt führt.

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