Generalife Granada Palacio de Generalife

Generalife Garten

Neben der monumentalen Alhambra liegt der Palacio de Generalife, der einst der Sommerpalast der Nasriden-Sultane gewesen ist. Besonders prachtvoll sind seine Gärten, worauf bereits der arabische Name der Anlage hinweist. Ǧannat al-ʿĀrif bedeutet „Garten des Gott Erkennenden“. Im Jahr 1984 wurde Generalife von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

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Historie sowie Aufbau des Palastes und seiner Gärten

Im 13. Jahrhundert sind der Palast Generalife und seine Gärten gebaut worden. Nur kurze Zeit später ließ Ismail I., welcher von 1314 bis 1324 Emir von Granada gewesen ist, die Anlage umbauen. Sie setzt sich aus dem sogenannten Patio de la Acequia bzw. dem Hof des Wasserkanals und dem Jardín de la Sultana bzw. dem Garten der Sultanin zusammen. Erstgenannter wird von Brunnen, Blumen, Pavillons sowie Kolonnaden umgeben und gilt als bedeutendstes Beispiel für eine mittelalterliche Gartenanlage in Al-Andalus.

Mit Al-Andalus sind große Teile der Iberischen Halbinsel gemeint, die zwischen 711 und 1492 muslimisch beherrscht gewesen sind. Einst war dieser eindrucksvolle Sommerpalast mit seinen Gärten über einen überdachten Fußweg mit der Alhambra verknüpft. Dieser Weg existiert jedoch heute nicht mehr.

Der Architekt Francisco Prieto Moreno plante das heutige Erscheinungsbild der Gärten von Generalife im Jahr 1931.

Generalife Springbrunnen
Generalife Springbrunnen

Sie konnten 20 Jahre später fertiggestellt werden. Er ließ die Fußwege durch den Garten im traditionellen Stil Granadas fertigen, sodass sie durch Mosaike aus Kieseln begeistern. Die weißen Kiesel stammen aus dem Fluss Darro und die schwarzen Steinchen aus dem Genil.

Ein Sultan im Garten Eden

Bei einem Spaziergang durch die Anlage des Generalife fühlt sich der Besucher wie ein Sultan im Garten Eden. Die Gärten präsentieren sich überschwänglich und paradiesisch. Ihre Schönheit begründet sich in der arabischen Kultur, in der die Idee vom Himmel eng mit der Gartengestaltung verknüpft wird. Jedes Detail scheint zu versuchen, die Sinne des Besuchers anzuregen. Dazu gehören die kunstvoll kreierten Lichtreflexe, das fröhliche Plätschern des Wassers, der verführerische Duft sowie die Farbenpracht der Blumen und die ausgewählte Dekoration des Palastes. In früheren Zeiten sind die Gemüse- und Obstpflanzen in den Küchen der Alhambra eingesetzt worden. Eindrucksvoll stellt sich ferner die Kulisse dar, von der die Anlage geprägt wird. Im Hintergrund türmen sich die imposanten Berge der Sierra Nevada auf. Es ist daher kein Wunder, dass Monarchen einst dorthin reisten, um sich zu erholen und die Intimität dieses Ortes zu genießen. Unterstützt wird diese Wirkung durch die Schlichtheit des Palastes. Der Besucher sei angeraten, sich für den Generalife Zeit zu nehmen und in Ruhe die Anlage zu erkunden. So kann er am wirkungsvollsten die Atmosphäre dieses Gesamtkunstwerkes genießen.

Besuch der Sehenswürdigkeit

Vom Zentrum Granada kann der Urlauber Generalife zu Fuß oder mit einem der Mikrobusse erreichen. Auch eine Anreise mit dem Auto ist möglich, da die Anlage hervorragend an das Straßennetz angebunden ist. Ferner kann ein kostenpflichtiger Parkplatz vor Ort genutzt werden. Reisende, die die Anlage Generalife besichtigen möchten, müssen dies im Rahmen eines Besuches der Alhambra tun. Ein separater Eintritt ist nicht möglich. Über einen beschaulichen Zypressenweg gelangt der Besucher von der Alhambra zu dem Palast des Generalife. Ferner kommt er an den unteren Gärten sowie dem Freilufttheater vorbei, wo jedes Jahr das internationale Tanz- und Musikfestival von Granada abgehalten wird. In der Nähe liegt auch der berühmte Wasserbeckenhof mit seinen Fontänen.

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