Granada Orientalischer Flair in Südspanien

Granada ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im südspanischen Andalusien. Die knapp 250.000 Einwohner zählende Stadt liegt auf gut 700 Meter Höhe am Zusammenfluss von Darro und Genil. Die Stadt wuchs im Laufe der Jahre aus zwei ehemaligen Stadtkernen zusammen. Granada befindet sich am Fuße der Sierra Nevada, deren Berge bis knapp 3.500 Meter Höhe reichen. In Granada erleben sie orientalisches Flair unweit der Costa del Sol.

map Land
Spanien
chat_bubble Sprache
Spanisch
people Einwohner
232.770
money Währung
Euro

Sehenswürdigkeiten in Granada

Granada ist eine der vielseitigsten und interessantesten Städte in Spanien. Sie ist für ihre zahlreichen und einzigartigen Bauwerke aus der maurischen Zeit sowie aus der Epoche der Renaissance und Gotik über die Landesgrenzen hinaus berühmt.

Die Alhambra ist die berühmteste Sehenswürdigkeit von Granada. Sie thront auf dem begrünten Plateau der Sabika hinter imposanten Mauern und ist die einzige erhaltene maurische Palastanlage ihrer Art in Andalusien. Der Palast (Alhambra), die Festung (Alcazaba) und die traumhaften Gärten (Generalife) ziehen jedes Jahr unzählige Besucherströme in ihren Bann. Auf dem Gelände der Alhambra kann auch das Museo de Bellas Artes de Granada sowie das Museo de la Alhambra besichtigt werden. Der Andrang an Besuchern ist vor allem in der Hauptsaison sehr groß, so dass man die Eintrittskarten vorab bestellen sollte.

Granada bietet jedoch noch weit mehr als "nur" ihre Alhambra. Wer das ursprüngliche Granada mit seinen kleinen Gässchen und den weiß getünchten Bauwerken erleben möchte, sollte dem Stadtteil Albaicín einen Besuch abstatten. Auch der Stadtteil Sacromonte, der für seine Wohnhöhlen berühmt ist, hat einiges zu bieten. Interessierst Du dich für Naturwissenschaften und Technik bist du mit dem Wissenschaftspark, Parque de las Ciencias, eines der meistbesuchten Museen dieser Art in ganz Andalusien, gut beraten. Selbstverständlich solltest Du dir auch Zeit nehmen, die Altstadt Granadas mit ihrer Kathedrale und den alten Plätzen zu erkunden. Beliebter Ausgangspunkt ist die Plaza Nueva, der älteste Platz der Stadt.

Albaicin

Absolut sehenswert in Granada ist der Stadtteil Albaicín. Kleine hübsche Gassen und weiß getünchte Häuser bestimmen das Bild des ältesten und schönsten Stadtteiles Granadas. Albaicín befindet sich oberhalb der Ortschaft und bie...

Alhambra

Die Alhambra ist die berühmteste Sehenswürdigkeit von Granada. Sie thront auf dem begrünten Plateau der Sabika hinter imposanten Mauern und ist die einzige erhaltene maurische Palastanlage ihrer Art in Andalusien.

Basarviertel Alcaicería

Im Basarviertel Alcaicería befindet sich der große und gleichnamige Markt. Hier befanden sich ursprünglich zahlreiche Straßen, in denen arabische Händler ihre Waren feilboten.

Generalife

Neben der monumentalen Alhambra liegt der Palacio de Generalife, der einst der Sommerpalast der Nasriden-Sultane gewesen ist. Besonders prachtvoll sind seine Gärten, worauf bereits der arabische Name der Anlage hinweist. Ǧannat...

Kathedrale von Granada

Im Zentrum von Granada befindet sich die imposante Kathedrale. Das Gotteshaus zählt zu den wichtigsten, im Renaissance-Stil errichteten, Bauten des Landes. Die mit Skulpturen verzierte Fassade der großen Kapelle mit dem Namen "...

Plaza Nueva

Der zentral gelegene Plaza Nueva ist der älteste Platz Granadas. Auf ihm befinden sich die köngliche Kanzlei sowie die Kirche Santa Ana aus dem 16. Jahrhundert. Außerdem beginnt hier die Carrera del Darro, einer der bekannteste...

Sacromonte

Sacromonte bezeichnet einen Berg und zugleich einen Ortsteil in Granada. Der Stadtteil liegt direkt gegenüber der Alhambra auf der anderen Flussseite des Darro. Seine Blütezeit als Pilgerort erlebte der Berg im sechzehnten Jahr...

Sierra Nevada

Bereits die Namensgebung deutet auf eine der möglichen Freizeit- und Sportbetätigungen hin, die in diesem wunderschön gelegenen Landstrich im Süden Spaniens möglich sind. Sierra Nevada heißt zu Deutsch so viel wie schneebedeckt...

© Bild euphro | CC BY-SA 2.0
Wissenschaftspark

Nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt befindet sich der Wissenschaftspark (Parque de las Ciencas), eines der meistbesuchten Museen dieser Art in Südspanien. Hier können die Besucher den physikalischen Phänomenen auf den ...

Kartäuserkloster

Ein schöner Blickfang ist das barocke Kartäuserkloster Monasterio de la Cartuja aus dem Jahr 1515. La Cartuja befindet sich im Norden der Stadt, etwa eine halbe Stunde von der Kathedrale Granadas entfernt. Bis zur Fertigstellung des Klosters vergingen rund 200 Jahre, sodass nicht nur die ursprünglichen Baupläne umgesetzt, sondern auch weitere Baustile und Ideen eingeflossen sind.

Bis 1835 lebte im Kloster eine Gemeinschaft von Kartäuser-Mönchen, bis diese schließlich von hier vertrieben wurden. Inzwischen gehört das Kloster nicht mehr dem Kartäuserorden, sondern steht in der Obhut des Erzbischofs von Granada. Als besondere Highlights gelten die Kuppel des Sagrario sowie die Sakristei. Außerdem gibt es hier eine wertvolle Sammlung der Künstler Juan Sánchez Cotán und Bocanegra zu bewundern.

Kartäuserkloster Granada

Corral del Carbón

Rundum die Kathedrale und der Königskapelle finden sich weitere Zeugnisse der maurischen Zeit, wie die ehemalige Karawanserei (Corral de Carbón), welche heute die Touristeninformation beherbergt. Im 14. Jahrhundert diente es maurischen Händlern als Lager und Laden für ihre Waren. Heutzutage sind in dem Gebäude ferner Büros und Geschäfte untergebracht. Im Innenhof finden zudem häufig Konzerte oder Flamenco-Shows statt.

Banuelo

Nicch noch von Albaicín entfernt ist das „Banuelo „zu finden. El Banuelo ist ein ca. 1.000 Jahre altes historisches Badehaus in der Carrera dal Darro, welches dienstags bis samstags von 10.00 bis 14.00 Uhr besichtigt werden kann. Er zählt zu den historischen Badeanstalten in der Stadt und ist noch immer sehr gut erhalten.

Corral del Carbón Sharon Mollerus | CC BY 2.0)

Ausflugsziele in der Umgebung

Granada eignet es sich als perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge.

Wann ist die beste Reisezeit für Granada?

Trotz seiner südlichen Lage hat Granada durch die Höhe bedingt ein sehr extremes Klima. Für andalusische Verhältnisse kann es hier im Winter sehr kalt werden, die Sommer hingegen sind mit Temperaturen 30 Grad extrem warm. Die durchschnittlich wärmsten Monate sind Juli und August. Mit den kältesten Temperaturen muss man in den Monaten Januar und Februar rechnen. Hier herrschen in der Regel durchschnittlich um die 7-8 Grad Celsius.

Die angenehmste Reisezeit ist daher im Frühjahr und Herbst. So sind im April und Mai sowie im Oktober Temperaturen um zwischen 20 und 24 Grad zu erwarten. Die Regenwahrscheinlichkeit ist von November bis Februar am höchsten. Insbesondere nachts sollte man mit kühleren Temperaturen rechnen, insbesondere wegen der Nähe zur Sierra Nevada, wo es in den Wintermonaten schneit.

Blick über Granada Abderrahman Ait Ali | CC BY-SA 2.0)

Feste und Feiern

In Granada wird gerne und ausgiebig gefeiert. Eigentlich spielt es kaum eine Rolle, wann Besucher nach Granada kommen, irgendwelche Feste und Feierlichkeiten werden sie in der lebendigen, frohen, bunten Stadt gewiss erleben. Gleich nach dem Neujahrsfest beginnt in Granada der Reigen der Feste mit dem 2. Januar, an dem die Rückeroberung Spaniens durch die katholischen Christen und die Machtübergabe der maurischen Herrscher an die katholischen Könige gefeiert wird. Den Höhepunkt religiöser Feierlichkeiten bieten jedoch die Karwoche und das Osterfest. In der sogenannten Semana Santa finden zahlreiche Prozessionen und Straßenfeiern statt. Gerade die schöne, urwüchsige Altstadt von Granada trägt zu einer Stimmung bei, der sich kein Anwesender entziehen kann.

Anfang Mai wird das Fest der Heiligen Kreuze, las Cruces de Mayo, gefeiert. Riesige geschmückte Kruzifixe werden dann durch die Straßen und Gassen getragen. Die Stadt schmückt sich mit Blumen und auf den Straßen von Granada wird getanzt.

Palmsonntag (Domingo de Ramos) Oscar Daniel Rangel Huerta | CC BY 2.0)

Im Mai oder Juni jeweils findet das andalusische Fest, Feria de Corpus Christi, statt. Trotz des religiösen Hintergrundes ist auch dieses Fest ein ausgelassener Reigen von Festen, Stierkämpfen, Veranstaltungen und kleinen Festivals. Neben den vielen religiösen Festen findet in Granada noch im November jährlich das große Jazzfestival statt.

Welche kulinarischen Besonderheiten gibt es in Granada?

Charakteristisch für die granadische Küche ist die Verwendung von Olivenöl und reichlich Knoblauch. Aus maurischer Zeit stammen die typischen Gewürze der andalusischen Küche wie Pfeffer, Zimt, Muskatnuss, Kreuzkümmel und Safran. Granada ist berühmt für seinen frittierten Fisch, Meeresfrüchte, Krusten- und Schalentiere, luftgetrockneten Schinken, den Gazpacho und Eierspeisen.

Ein spanischer Klassiker ist die Tortilla, ein Omelette aus Eiern und Kartoffeln, das vielfach variiert werden kann. Eine für den heißen Sommer typische Spezialität von Granada ist Gazpacho, eine Suppe aus Öl, Knoblauch, Tomaten, Paprika und Gurken, die mit Weißbrotwürfeln eiskalt und in zahllosen Abwandlungen serviert wird.

Gambas de Huelva sind besonders gut und frisch, da sie nicht mit dem Treibnetz gefangen werden. Nicht weniger berühmt ist der Bratfisch (pescado frito), der an Frittierständen verkauft wird.

Gewürzstand in Granada

Die luftgetrockneten Schinken von Granada sind eine Delikatesse. Der Zusatz "jamón ibérico de bellota" garantiert, dass die Schinken von frei lebenden Schweinen der Rasse "cerdo ibérico" stammen, die sich von Eicheln ernähren. "Jamón serrano" ist zwar auch luftgetrocknet, kann aber von Schweinen aus Mastbetrieben stammen.Das bekannteste spanische Gericht, auch in Granada, ist die Paella, ein Reisgericht mit Meerestieren, Muscheln, Fleisch und viel Safran.

Süßes Gebäck ist sowohl zum Dessert als auch zwischendurch sehr beliebt, wobei die meisten auf maurischen Ursprung zurückgehen. Als Nachspeise werden oft Flan (Pudding mit Karamelsoße) und süße Eidotter angeboten.

Fortbewegung in der Stadt

Vom Stadtzentrum aus kann der Besucher zahlreiche Sehenswürdigkeiten unkompliziert zu Fuß oder mit Mikrobussen erreichen. Zur Besichtigung der Anlage Generalife oder der Alhambra empfiehlt es sich von der Gran Vía de Colon oder ab Puerto Real in den Mikrobus einzusteigen. Auch eine Anreise mit dem Auto ist möglich, da die Anlagen hervorragend an das Straßennetz angebunden sind. Von der A44 kann auf die A 395 in Richtung Sierra Nevada gefahren werden. Vor Ort können dann kostenpflichtige Parkplätze genutzt werden.

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